Erfolgreiches Kommunizieren und Verhandeln hängt in Großbritannien nicht nur am gesprochenen Wort. Ebenso wichtig sind soziale und emotionale Aspekte. Legen deutsche Geschäftsleute beispielsweise großen Wert auf fachliche Details, so misst der Brite der persönlichen Beziehung den größeren Wert bei.
Sehr wichtig sind Auftreten und Aussehen. So wenig formell Briten in ihrer Kommunikation auch wirken mögen, so formell sind sie bei der Kleidung. Hier erwarten sie fast immer einen konservativen Stil: Anzüge in Dunkelblau, Dunkelgrau oder Schwarz. Und solange die Verhandlungen dauern, nie das Jackett ausziehen.
Die einzige Ausnahme in der strengen Kleiderordnung bilden halb private, gesellschaftliche Treffen, die auf der Insel ebenfalls eine große Rolle spielen. Lädt der englische Geschäftspartner seinen Gast in einen Pub oder gar ein Restaurant ein, kreisen die üblichen Gesprächsthemen um Wetter und Freizeit. Smalltalk eben. Heikle Themen wie politische oder weltanschauliche Überzeugungen sind absolut tabu. Mit Wissen und Können prahlen, wirkt sich eher negativ auf das Ansehen aus.
Humor lockert die Verhandlungsatmosphäre auf. Engländer sind Freunde des subtilen Humors, plumpe oder gar anzügliche Witze gelten als peinlich.
Reiten Sie nicht auf Details herum, sonst gelten Sie als "typisch deutsch".
Achten Sie auf Zwischentöne. Englische Manager wollen nicht aufdringlich wirken und neigen deshalb zu Untertreibungen, auch in Problemsituationen.
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